Der Teckel, Dackel oder Dachshund

„Der Dackel ist ein platzsparender Kompakthund, dessen äußere Erscheinung in verblüffendem Kontrast zu seiner Kampfkraft und seiner inneren Größe steht.“
Norbert Bartnik

Der Teckel, oder auch Dackel oder Dachshund genannt, ist die kleinste deutsche Jagdhunderasse. Er ist vielseitig einsetzbar und ein idealer Familien- und/oder Begleithund. Nicht selten sagt man ihm eine gewisse Sturheit nach, was so aber nicht stimmt: Es ist sicherlich richtig, dass der Dackel eine ganz eigenständige Persönlichkeit hat, denn schließlich wurde er gezüchtet, um im Dachs- oder Fuchsbau völlig selbständig zu arbeiten. Dort ist seine „Sturheit“ seine Lebensversicherung, da er dort ganz alleine und selbständig Entscheidungen treffen muss, die ihm dort das Leben retten können. Es wäre daher verkehrt, ihm aufgrund dieser Selbständigkeit Eigensinn und Ungehorsam nachzusagen.


Der Jagdteckel

Als Jagdhund ist der der Teckel vielseitig und ausgesprochen leicht zu führen. Jeder, der sich näher mit dem Dackel beschäftigt und seine Fähigkeiten und Charakter kennenlernt, kommt zum Schluss, dass er eine vielseitig einsetzbare Jagdhundrasse ist, egal ob für die Nachsuche, bei der Bauarbeit oder beim Stöbern.

Dem Teckel als kleinstem Jagdgebrauchshund kommt eine ständig wachsende Bedeutung zu, da die heutigen Reviere oftmals kleiner sind und es teilweise nur begrenzte Jagdmöglichkeiten gibt. Obwohl er für die Bodenjagd gezüchtet wurde, beschränkt sich die Einsatzfähigkeit des Teckels bei weitem nicht nur auf die Jagd auf Fuchs und Dachs.

Als spurlauter und spurwilliger Jäger ist er ein ausgezeichneter Stöberhund für die laute Jagd. Hierbei unterstützt ihn seine hervorragende Nase, die auch Grundlage seiner besonderen Eignung für die Arbeit auf der Schweißfährte ist. Bewegungsjagden mit den niederläufigen Teckeln sind von großem Erfolg gekennzeichnet! Das Wild kommt während der Jagd nicht zur Ruhe, flüchtet aber nicht in Panik, wird gehetzt oder gar gefangen, wie es so oft bei hochläufigen Hunden der Fall ist. Diese Art der Bewegungsjagden mit nur Teckeln im Treiben könnte das zukünftige Aufgabengebiet unserer Rasse werden!

Auch bei der Pirsch und Ansitzjagd ist der Teckel ein angenehmer und aufmerksamer Begleiter, wenn er von Anfang an konsequent erzogen wird. Selbst die Wasserarbeit macht der Jagdteckel mit Leidenschaft, so holt er z.B. gerne erlegte Ente aus tiefem Wasser und bringt sie sicher ans Ufer.


Der Dackel und seine Erziehung

Man hört und liest immer wieder, dass der Dackel unerziehbar sei. Auch das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Sicherlich ist in seiner Erziehung Konsequenz und etwas Fingerspitzengefühl gefragt, aber man kann ihn genauso gut und einfach erziehen wie andere Hunderassen. Chilli z.B. ist schon im Alter von 6 Monaten mit mir bei einem Rally Obedience Turnier gestartet und wir machen auch heute noch normales Obedience und Mobility. Sie lernt vieles einfacher, schneller und besser als unsere Weiße Schäferhündin, die den absoluten „Will to please“ hat. Der Teckel ist ein sehr pfiffiges, gewieftes Köpfchen. Er wird aber immer wieder seine Grenzen testen und versuchen, ob er seinen Kopf nicht durchsetzen kann. Jedoch macht er das, zumindest für unsere Begriffe, immer mit einer gewissen Portion Humor, sodass man stets über ihn lachen muss und ihm nur sehr selten böse sein kann 😉


Das Wesen des Teckels

Und da sind wir gleich beim nächsten Thema: sein Humor! Manchmal scheint es, als hätte er fast menschliche Züge. Nicht zu Unrecht heißt es in einem Sprichwort:“In keiner Hundeseele menschelt es so sehr wie in einer Dackelseele“ oder auch:“man weiß bei einem Dackel nie, welche Sorte Tränen man gerade in den Augen hat: Solche des Lachens, der Liebe oder der Wut. In einer Dackelseele menschelt es wie in keiner anderen Hundeseele“ (Horst Stern). Mit einem Teckel im Haus hat man immer etwas zu lachen! Er ist ein begnadeter Schauspieler und beherrscht den buchstäblichen, mitleidserregenden Dackelblick perfekt.

Der Dachshund ist ein idealer Haushund! Er ist liebevoll, anhänglich, anpassungsfähig, mutig und charakterstark. Wo immer er auftaucht, kommt Fröhlichkeit und Abwechslung in den Alltag seiner Besitzer. Er ist nicht nur wegen seiner kleinen Körpergröße, sondern vor allem wegen seiner problemlosen Anpassung an seine Familie der ideale Haus- und Familienhund. Laut dem FCI Standard Nr. 148 ist er „im Wesen freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament. Passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.“


Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Dackel fröhlich, humorvoll, mutig, charmant, anpassungsfähig, pflegeleicht und auf seine Weise einfach einzigartig ist. Außerdem ist er ein vielseitiger, passionierter Jagdhund, als auch Begleit-, Wach- und Schmusehund, Clown, Seelentröster, Zuhörer und vieles mehr – klingt nach einem perfekten Hund, oder? Ist er auch – oder kennen Sie eine andere Hunderasse, die all diese Eigenschaften in sich vereint? Also wir nicht, daher ist der Dackel der absolute Superhund für uns 🙂