Welpenpreis

Immer wieder bekommen wir E-Mails oder Anrufe, in der die Anrufenden, häufig ohne ihren Namen zu nennen, gleich nach dem Preis für einen Welpen bei uns fragen. Es ist zwar verständlich, dass man ein gewisses Budget zur Verfügung hat, aber wenn einen Welpenkäufer lediglich der Preis interessiert, dann ist er bei uns an der falschen Adresse. Für unsere Welpen wünschen wir uns ein perfektes und liebevolles Zuhause – ohne Wenn und Aber und für ein ganzes Hundeleben lang.

Ein Rassehund mit Papieren und aus seriöser Zucht hat seinen Preis – dessen sollte sich jeder bewusst sein! Ist es nicht wichtiger zu wissen, wer die Eltern oder Großeltern sind oder ob die Mutter vor Ort ist, wo der Papa lebt, welche gesundheitlichen Untersuchungen gemacht wurden, wie und wo die Welpen aufwachsen, etc., BEVOR man sich nach dem Welpenpreis erkundigt?

Selbstverständlich kann die Frage nach dem Preis kommen, aber bitte nicht als Erstes!


Allgemeine Kosten für einen Welpen

Der Anschaffungspreis ist noch das Geringste, wenn man bedenkt, was in einem Hundeleben alles auf einen zukommt bzw. zukommen kann. Hochgerechnet auf ein ganzes Hundeleben (15 Jahre) beträgt der Kaufpreis eines Welpen nicht einmal 6% der jährlichen Kosten bei vernünftiger und artgerechter Hundehaltung!

Jeder Hundehalter braucht für seinen Hund eine Erstausstattung, die z.B. aus dem Schlafplatz, Näpfen, Leine, Halsband, Pflegeartikel, Spielzeug und Futter besteht. Dazu kommen die regelmäßigen Impfungen und Parasitenbehandlungen.

Sollte der Hund einmal krank werden, können sehr schnell hohe Tierarztkosten entstehen, sogar von mehreren Tausend Euro! Hinzu kommt natürlich die steuerliche Anmeldung sowie die Hundehaftpflichtversicherung, die für jeden Hundehalter in Deutschland Pflicht sind!

Auch die Ausbildung des Hundes kostet Geld, wir empfehlen den Besuch einer Welpenspielgruppe und auch später den Besuch einer Hundeschule oder eines Hundevereins.

Der Kauf eines Welpen sollte also nicht vom Welpenpreis abhängig gemacht werden! Man möchte doch schließlich ein Familienmitglied haben, das einen im besten Fall 15 Jahre lang (oder länger) viel Freude macht. Was nutzt es Ihnen, beim Welpenkauf  zu sparen, dafür aber einen nicht geprägten, ängstlichen oder gar kranken Welpen zu erhalten, der in seinem Leben das Vielfache vom Anschaffungspreis an Tierarztgebühren kosten wird?


Warum haben Welpen vom seriösen Züchter ihren Preis?

Eine verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz. Von uns persönlich können wir sagen, dass unsere Hobby-Zucht auch unser Lebensinhalt ist. Das zieht nach sich, dass wir dieses Hobby sehr intensiv leben und ausüben, dass es also auch viel Geld und Zeit verschlingt. Unsere Hunde – wie auch unsere Welpen – leben bei uns im Haus und erhalten eine Betreuung 24 Stunden rund um die Uhr. Sie werden in unserer Familie aufgezogen, wodurch sie einen optimalen Start ins Leben erhalten. Lesen Sie mehr über unsere Welpenaufzucht!

Wir kennen keinen seriösen und gewissenhaften Züchter, der sich mit dem Verkauf seiner Welpen eine goldene Nase verdient. Es ist ein teures Hobby, mit dem kein Geld zu verdienen ist, ganz im Gegenteil! Oftmals zahlt man als Züchter sogar noch drauf.


Kosten, die ein Züchter hat

Was hat der Züchter für Kosten, um seine Zucht seriös und hundgerecht zu betreiben?

Ein  Züchter muss im Vorfeld schon bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen, um Züchter im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. zu werden. Das ist nötig, damit seine Welpen ordentliche FCI/VDH anerkannte Papiere erhalten zu  können. Bevor er also überhaupt einen Wurf verkaufen kann, hat er bereits einiges an Vorleistung erbracht. Den Kaufpreis einer Zuchthündin, Futter, Tierarztkosten, Ausbildung, Ausstellungen, Zuchtzulassung, Deckgebühren, Kosten für die Geburt und Aufzucht der Welpen, die ordentliche Ernährung, die Entwurmungen, die Impfungen und so weiter. Weiter unten finden Sie eine Auflistung derjenigen Kosten, die ein Züchter zu zahlen hat, wenn er gewissenhaft züchtet.


Was kostet ein Dackel vom DTK-Züchter?

Die in Deutschland üblichen Preise für einen Rauhhaarteckel in Normalgröße mit DTK-Papieren (VDH/FCI) belaufen sich zur Zeit – laut Umfrageergebnissen – zwischen ca. 650,00 und 1200,00 Euro, wobei ein Welpenpreis von 650 Euro unserer Meinung nach in der heutigen Zeit ganz sicherlich nicht mehr kostendeckend sein kann. Aber das ist nur unsere persönliche Erfahrung! Warum Teckelwelpen – im Gegensatz zu anderen Rassen – in Deutschland teilweise noch zu solch geringen Preisen angeboten werden, ist uns unverständlich.

Seltene Farbschläge sind häufig teurer als ein „normal“ saufarbener Teckel, ebenso wie andere Teckelgrößen (Zwerg- oder Kaninchenteckel).

Auch im Ausland sind Teckel oftmals teurer, so bezahlt man in Dänemark ab 1000 Euro und selbst in Ungarn liegen die Preise oftmals zwischen 800 und 1200 Euro (es kommt natürlich auf die Zuchtstätte drauf an!). In Italien und Skandinavien sind für einen vielversprechenden Welpen 1500 Euro ganz normal.


Bitte schauen Sie beim Welpenkauf nicht vorrangig nach dem Preis!

Sehen Sie sich den Züchter, seine Hunde und das ganze Umfeld an, in dem die Hunde und Welpen gehalten werden. Wir persönlich geben lieber mehr für einen Welpen aus, wenn wir wissen, dass er aus hervorragender Aufzucht und Haltung kommt und auf alle Umweltreize geprägt wurde. Mit einem solchen Hund werden Sie ein Hundeleben lang Freude haben. Bei „billigeren“ Welpen wären wir zumindest erst einmal vorsichtig – oftmals sind es Vermehrer oder Massenzüchter oder Hundehändler, die Welpen aus dubioser Quelle zum „Schnäppchen-Preis“ anbieten. Diese Welpen sind häufig krank und/oder ängstlich, wenn der Welpe nicht sogar innerhalb kurzer Zeit verstirbt. Lesen Sie bitte mehr zu dem Thema auf der informativen Webseite „Wühltischwelpen – nein danke“.


Vom Zuchthund bis zum Wurf

Bevor ein Welpe überhaupt geboren wird, hat der seriöse Züchter weder Kosten noch Arbeit gescheut, es geht ihm vorrangig darum, einen gesunden Wurf groß zu ziehen.
Damit Sie einmal einen Einblick in die Welt des Züchters bekommen, finden Sie hiernach eine Aufstellung der allgemeinen regulären Kosten, die entstehen, bevor überhaupt ein einziger Welpe das Licht der Welt erblickt.

  1. Kosten der Mutterhündin bis zur Zuchtzulassung
  2. Ausstellungskosten (Meldegebühr, Benzinkosten, Hotelkosten)
  3. Allgemeine Zwingerkosten (Wurfkiste, Welpenhaus, Welpenspielsachen, Decken, Auslauf und so weiter…)
  4. Hundesteuern
  5. Zwingerversicherung
  6. evtl. Reisekosten, Hotelkosten und Meldegelder für Ausstellungen und Championtitel
  7. Arbeitszeit bei der Aufzucht
  8. Ausbildung des Zuchthundes, Fahrtkosten, Meldegelder für Prüfungen etc.
  9. Trimmkosten
  10. DNA-Profil und Abstammungsnachweis
  11. Gesundheitsuntersuchungen (z.B. Augenuntersuchung, Test auf crd-PRA und Osteogensis imperfecta)

Folgende Kosten fallen pro Wurf und pro Welpe im Durchschnitt an:

  1. Deckgebühr, Fahrtkosten, Hotelkosten und weitere Nebenkosten
  2. Tierarztkosten Mutterhündin  (Ultraschalluntersuchung, bakteriologischer Abstrich, Progesterontest, allgemeine Untersuchung, Herpesimpfung)
  3. Tierarztkosten Welpen (Entwurmungen, Impfungen, Mikrochip, Erkrankungen)
  4. Futterkosten Welpen und Mutterhündin
  5. Aufzuchtsnebenkosten
  6. Welpenpapiere (Deck- und Wurfmeldung, Wurfabnahme, Zwingerbesichtigung, Ahnentafeln, Zuchtbucheintragung)
  7. Vereinsnebenkosten
  8. Welpenpflegemittel
  9. 2-3 Maschinen Kochwäsche am Tag, Waschpulver, Hygienespüler, Strom, Wasser, Putzmittel, Sagrotan
  10. Feuchttücher und Zewa in Großpackungen
  11. 24-Stunden-rund-um-die-Uhr-Betreuung
  12. Kaffee und Getränke für die Welpenbesucher – das gibt es natürlich gratis bei uns 😀

Nachdem Sie nun alles aufmerksam gelesen haben, verstehen Sie sicherlich, wie sich der Preis für einen Welpen aus verantwortungsvoller Zucht mit DTK/VDH-Papieren zusammensetzt. Und sollte unser Text Sie nun nicht abgeschreckt haben, freuen wir uns über Ihr Interesse an unseren Welpen 😉